Im DB-Fernverkehr dürfen Hunde mitfahren, aber Tiere sind im Bordrestaurant und im Bordbistro nicht erlaubt. Die einzige Ausnahme bilden Assistenzhunde. Für Hunde ist außerdem keine Sitzplatzreservierung möglich. Diese Angaben stammen aus den Reisehinweisen der Deutschen Bahn für 2026.

Welche Regeln gelten für Hunde im DB-Zug?

Zulassung im Fernverkehr

Die Zulassung hängt davon ab, ob der Hund als Assistenzhund reist oder nicht. Assistenz- und Blindenhunde müssen ein sichtbares Kennzeichen tragen. Dieselbe Regelung gilt für Hunde von Menschen mit Schwerbehindertenausweis und dem Merkzeichen „B“ (Deutsche Bahn, 2026).

Bordgastronomie: Verbot mit einer Ausnahme

Im Bordrestaurant und Bordbistro sind Tiere grundsätzlich nicht erlaubt. Nur Assistenzhunde dürfen diesen Bereich betreten.

FallZutritt Bordrestaurant und Bordbistro
Hund ohne Assistenzfunktionnicht erlaubt
Assistenzhunderlaubt

Sitzplatz und Platzierung des Hundes

Hunde ohne Transportbox sitzen oder liegen vor, unter oder neben dem Sitzplatz des Halters. Diese Platzierungsregel betrifft den Liegeplatz im Abteil.

Eine Sitzplatzreservierung für Hunde ist nicht möglich. Diese Einschränkung betrifft die Buchung und ist eine eigene Regel, unabhängig von der Platzierung im Zug.

Für die Reiseplanung bietet es sich an, Reisezeit und Einstieg vorab zu prüfen.

Welche Regeln gelten für Hunde im DB-Zug?

Wann fährt mein Hund kostenlos mit?

Ob ein Hund bei der Deutschen Bahn ohne Ticket mitfahren darf, hängt im Kern von seiner Größe und davon ab, ob er in einer geeigneten Transportbox reist. Hunde bis zur Größe einer Hauskatze fahren kostenlos mit, sofern sie in einer Transportbox untergebracht sind, die den Vorgaben der Deutschen Bahn entspricht. Diese Regel gilt für Fernverkehr und ist der Ausgangspunkt für alle weiteren Entscheidungen rund um die Mitnahme.

Die Größengrenze: Hauskatzen-Maß

Der Maßstab ist nicht das Gewicht, sondern die Größe: Ein Hund, der dem Maß einer Hauskatze entspricht, reist kostenlos. Alles, was darüber liegt, fällt unter die kostenpflichtige Regelung für Hunde. Wer unsicher ist, ob der eigene Hund noch darunter fällt, sollte die Größe vor der Reise am Tier selbst abschätzen und mit der Vorgabe vergleichen, statt sich auf Schätzungen aus dem Gedächtnis zu verlassen.

Anforderungen an die Transportbox

Die Box ist die Voraussetzung für die Gratis-Mitnahme. Sie muss laut Vorgabe der Deutschen Bahn:

AnforderungBedeutung für die Reise
SicherDer Hund darf die Box nicht selbst öffnen oder verlassen können.
VerschließbarDie Box muss sich fest schließen lassen, nicht nur angelehnt sein.
Passend zum PlatzSie muss unter den Sitz oder in die Gepäckablage passen.
Kein Sitzplatz belegtDie Box darf keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen.

Vor der Abfahrt lohnt es sich zu prüfen, ob die Box sicher und verschließbar ist und die Vorgaben der Deutschen Bahn erfüllt.

Platzierung im Zug: Sitz oder Gepäckablage

Wer viel Gepäck dabei hat, sollte die Platzierung früh einplanen, denn die Gepäckablage und der Raum unter dem Sitz werden auch von anderen Reisenden genutzt.

Der Hund bleibt in der geschlossenen Box. Die Regeln für Hunde ohne Box, also Leine und Maulkorb, gelten nur dort und werden an anderer Stelle behandelt.

Was kostet die Fahrkarte für einen großen Hund?

Ein Hund, der größer als eine Hauskatze ist, braucht bei der Deutschen Bahn eine eigene Fahrkarte. Sie kostet laut Deutscher Bahn (2026) zum halben Preis. Die Ticketpflicht für den Hund entsteht also unabhängig davon, ob der Halter selbst ein Ticket hat.

Die Unterscheidung nach Größe bestimmt den Tarif:

HundFahrkarte
Bis zur Größe einer Hauskatze, in geeigneter Transportboxkostenlos
Größer als eine Hauskatzeeigene Fahrkarte zum halben Preis
Assistenz- und Blindenhundkostenlos

Buchung mit dem Reisenden-Typ „Hund“

Beim Buchen wählt man den Reisenden-Typ „Hund“ aus und legt den Hund damit als eigenen Reisenden an. Erst dann berechnet das System den ermäßigten Preis. Wer den Hund nicht als Reisenden hinzufügt, kann die Fahrkarte nicht korrekt für den Hund erwerben.

Konkrete Beträge nennt die Quelle nicht. Die Höhe hängt von Strecke, Zug und Buchungszeitpunkt ab und ist deshalb nur im Buchungsvorgang sichtbar.

Brauchen Hunde Leine und Maulkorb?

Hunde ohne Transportbox fahren bei der Deutschen Bahn nicht frei mit, sondern unter klaren Auflagen: Sie müssen angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Dazu kommt ein fester Liegeplatz beim Halter. Diese Regeln gelten für alle Hunde, die nicht in einer geeigneten Box reisen, unabhängig von ihrer Größe. Ausgenommen vom Maulkorb sind Assistenz- und Blindenhunde sowie Hunde von Menschen mit Merkzeichen „B“. Die Pflichten sind damit deutlich strenger als bei Hunden in der Box, die keine Leine und keinen Maulkorb benötigen.

Anleinen

Ein Hund ohne Box muss während der gesamten Fahrt an der Leine geführt werden. Die Leine dient dazu, den Hund jederzeit unter Kontrolle zu halten, etwa beim Ein- und Aussteigen, beim Umsteigen oder wenn sich Mitreisende oder Kinder nähern. Für den Halter bedeutet das: Die Leine bleibt in der Hand oder ist sicher am Platz befestigt, sobald der Hund nicht in einer Box liegt.

Maulkorb

Der Maulkorb ist für Hunde ohne Transportbox verpflichtend. Er muss den Hund so sichern, dass er weder beißen noch andere Reisende gefährden kann. Ein Maulkorb, der das Hecheln nicht erlaubt, ist für eine Zugfahrt ungeeignet. Die Auflage gilt unabhängig davon, wie ruhig oder verträglich der Hund wirkt.

Liegeplatz beim Halter

Hunde ohne Box sitzen oder liegen vor, unter oder neben dem Sitzplatz des Halters. Sie belegen keinen eigenen Platz. Der Halter sollte im Vorfeld einen Platz mit ausreichend Raum für den Hund einplanen. Der Hund darf dabei weder in den Gang ragen noch die Fluchtwege blockieren.

Praktische Vorbereitung

  • Leine und Maulkorb vor der Abfahrt bereithalten, damit die Auflagen ab dem Einstieg erfüllt sind.
  • Den Hund vor der Reise an den Maulkorb gewöhnen, damit er ihn während der Fahrt toleriert.
  • Einen Liegeplatz wählen, an dem der Hund mit wenig Bewegung ruhen kann.

Brauchen Hunde Leine und Maulkorb?

Wie reist man mit Hund im Regionalverkehr?

Wie die Fahrkarte genau aussieht, hängt davon ab, welches Ticket man nutzt und welcher Anbieter oder Verkehrsverbund die Strecke betreibt. Das Ticket richtet sich also nach dem Tarif, nicht nur nach der Größe des Tieres.

Regeln nach Ticketart

SituationRegel
Hund größer als Hauskatze, Buchung bei der Deutschen BahnEigene Fahrkarte; bei der Buchung den Reisenden-Typ „Hund“ wählen (Deutsche Bahn, 2026)
Länder-Ticket im Nahverkehr, Hund größer als HauskatzeDer Hund zählt wie ein erwachsener Mitfahrer; „Hund“ wird in der Zeile „Name“ eingetragen (Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland, 2026-06-29)
Größerer Hund auf einem Länder-TicketZusatzticket, je nach Verkehrsverbund (Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland, 2026-06-29)
Anderer regionaler AnbieterBeim jeweiligen Betreiber direkt nachfragen (Deutsche Bahn, 2026)

Vorgehen vor der Fahrt

  1. Den Hund messen oder mit einer Hauskatze vergleichen, um festzustellen, ob er die Katzengröße überschreitet.
  2. Das Ticket beim Anbieter oder über die Verbund-App wählen, die für die Strecke gilt.
  3. Bei einem Länder-Ticket den Hund im Formular als „Hund“ in der Zeile „Name“ erfassen.
  4. Bei Strecken eines anderen Anbieters vor dem Kauf beim Betreiber nachfragen, ob ein Zusatzticket nötig ist.

Abgrenzung zum Fernverkehr

Die Regeln für den Fernverkehr der Deutschen Bahn lassen sich nicht einfach auf den Regionalverkehr übertragen. Im Regionalverkehr entscheidet dagegen der Tarif des jeweiligen Verbunds, ob und welches Zusatzticket fällig wird. Für Auslandsfahrten gelten zudem eigene Vorgaben, etwa zu Ländern, in denen Hunde nicht erlaubt sind (Deutsche Bahn, 2026).

Dürfen Assistenzhunde immer mit?

Assistenz- und Blindenhunde fahren bei der Deutschen Bahn kostenlos mit und müssen keinen Maulkorb tragen. Die Mitnahme ist an ein sichtbares Kennzeichen gebunden, das der Hund tragen muss. Die Regel ist eine Sonderregel: Sie greift unabhängig davon, ob der Hund in eine Transportbox passt oder wie groß er ist.

Die Sonderregel gilt nicht nur für Assistenz- und Blindenhunde im engeren Sinn. Auch Hunde von Menschen mit Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen „B“ werden gleich behandelt: kostenlose Fahrt, kein Maulkorb und sichtbares Kennzeichen.

HundegruppeFahrpreisMaulkorbSichtbares Kennzeichen
Assistenz- oder Blindenhundkostenlosnicht erforderlichPflicht
Hund bei Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „B“kostenlosnicht erforderlichPflicht
Übrige Hunde ohne Transportboxeigene Fahrkarte zum halben Preis, Typ „Hund“Pflichtnicht vorgeschrieben

So geht man bei der Reise vor:

  • Kennzeichen prüfen: Vor Fahrtantritt kontrollieren, ob das Kennzeichen am Hund angebracht und gut sichtbar ist. Ohne Kennzeichen kann die Sonderregel nicht angewendet werden.
  • Keine Fahrkarte für den Hund buchen: Für Assistenz- und Blindenhunde entfällt der Hundetarif, da die Fahrt kostenlos ist.
  • Ausweis bereithalten: Wer sich auf die Regel für Merkzeichen „B“ beruft, sollte den Schwerbehindertenausweis bei sich haben.

Hund im Zug ins Ausland – was gilt?

Auf Auslandsfahrten richtet sich der Preis nach der Größe des Hundes und nach dem Zielland. Kleine Hunde in einer Transportbox fahren nach Österreich, Italien und in die Schweiz kostenlos mit. Große Hunde zahlen 50 % des jeweiligen Erwachsenenpreises, ausgenommen nach Italien, wohin große Hunde nicht mitgenommen werden dürfen. Nach Dänemark gilt eine gesonderte Regel: Hunde sind dort nur in der 2. Klasse erlaubt.

Kostenregeln nach Nachbarland

Im Ausland gilt für „klein“ ein konkretes Boxmaß: Für die kostenfreie Mitnahme nach Österreich, Italien und in die Schweiz darf die Box höchstens 70 × 30 × 50 cm groß sein.

ZiellandKleiner Hund (Box bis 70 × 30 × 50 cm)Großer Hund
Österreichkostenlos50 % des Erwachsenenpreises
Schweizkostenlos50 % des Erwachsenenpreises
Italienkostenlosnicht erlaubt
Dänemarknur in der 2. Klassenur in der 2. Klasse

Ein großer Hund ist nach Österreich und in die Schweiz nur mit einer eigenen Fahrkarte zum halben Preis erlaubt.

Sonderbedingungen für Dänemark

Für Dänemark gilt unabhängig von Größe und Box dieselbe Einschränkung: Hunde sind nur in der 2. Klasse zulässig. Ausgenommen sind Assistenz- und Blindenhunde. Zu den Kosten für Dänemark enthalten die Angaben der Deutschen Bahn keine Werte.

Länder ohne Mitnahme

Nach Großbritannien, Nordirland, Irland und Norwegen dürfen Hunde mit der Deutschen Bahn nicht reisen. Von und nach diesen Ländern dürfen Hunde mit der Deutschen Bahn nicht reisen. Bei Reisen dorthin muss man eine andere Reiseform wählen.

Quelle: Deutsche Bahn, 2026.